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Einreichung des Films „HerStory

In dem Film HerStory, der in Griechenland spielt, wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die Opfer einer Vergewaltigung wird. Das patriarchalische Polizeirevier verweigert die Verantwortung des Täters und lässt sie hilflos zurück. Sie durchlebt verschiedene Phasen, darunter auch Depressionen, die größtenteils dem Trauermodell nach Elisabeth Kübler-Ross (Psychiaterin und Sterbeforscherin) entsprechen. Zuletzt findet sie ohne Unterstützung der zuständigen Institutionen zurück zur innerer Stärke.
Empfohlenes Mindestalter zum Zuschauen: 14 Jahre

Förderpreis des Bayerischen Philologenverbands

Film auf DOS Media anschauen

Dieser Film und viele weitere sind im Filmarchiv des Drehort Schule e.V. DOS Media verfügbar!

DOS Media ist ein geschützter Bereich für Mitglieder des Vereins (Beitritt hier auf der Webseite von Drehort Schule).

Film auf DOS Media anschauen

Laudatio für den Film „HerStory”

Zu Beginn des Films sitzt ein junges Mädchen bei der Polizei. Der Raum ist ruhig, fast nüchtern. Doch die Fragen, die gestellt werden, verunsichern sie zunehmend. War sie allein? Was hatte sie an? Fragen, die eigentlich der Aufklärung dienen sollten, schaffen eine Atmosphäre, in der sich das Opfer rechtfertigen muss.

Der Film springt zurück in die Nacht zuvor. Die Kamera wackelt, verfolgt unsichere, schnelle Schritte. Man spürt förmlich die Angst und Orientierungslosigkeit der jungen Frau.

Sie versucht, das Geschehene zu verleugnen. Vor dem Spiegel wischt sie hastig den Lippenstift ab, will sich selbst überzeugen, dass nichts passiert sei. Eine Freundin ruft sie an, doch sie reagiert gereizt und abweisend. Überschriften zeigen uns die Phasen ihres Rückzugs. Erst später kann sie einer Freundin berichten, was passiert ist, und das macht ihr Mut. Am Ende kehrt der Film zur Anfangsszene zurück. Wieder sitzt sie bei der Polizei, doch diesmal ist sie nicht allein. Neben ihr sitzt eine Frau, die sie unterstützt. Auch ihre Haltung hat sich verändert.

Für die sensible und zugleich klare filmische Umsetzung dieses schwierigen Themas erhält die Filmgruppe der Deutschen Schule Thessaloniki den Preis des Bayerischen Philologenverbands.

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AUFBLENDE2026

12.03.2026

AUFBLENDE 2026: Das dritte deutschlandweite Schulfilm-Event von Drehort Schule e.V. ist ein kreativer Projekttag, der Film, Bildung und junge Talente verbindet.

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Weitere AUFBLENDE Preisträger

BRUCH

Ein friedlicher Alltag verwandelt sich in Sekunden in Angst, Flucht und tiefgreifende Veränderungen im Leben innerhalb eines Jahres. Nach monatelangem Aufenthalt in einem Keller zieht ein junges Mädchen in ein neues Land, wo sie versucht, dem Leben wieder einen Sinn zu geben. Über einen langen Zeitraum hinweg begegnet sie vielen Herausforderungen in einer Umgebung, in der alles fremd ist.
Empfohlenes Mindestalter zum Zuschauen: 14 Jahre

Eine knappe Minute folgen wir einem ausgelassenen jungen Paar. Dann bricht die Grausamkeit des Krieges in ihr Leben ein. Kein gesichertes Wohnen mehr, keine Nahrung, keine normalen Beziehungen. Der Tod des Jungen kommt, er macht keinen Sinn, hat keinen Grund. Aber das Leben der jungen Frau geht weiter, und als sich eine Chance für die Flucht ergibt, lässt sie alles zurück. Nach Fremdheit beginnt Schritt für Schritt eine Normalität, die allerdings kein Fundament hat. Alle Beziehungen werden unterlegt sein von der Erfahrung des unvorhersehbaren radikalen Verlustes.
Wie lässt sich so ein gewaltiges Thema filmisch darstellen? Die Filmemacher:innen arbeiten mit Licht beziehungsweise mit Dunkelheit, sie arbeiten mit Bewegungen einer verzweifelt suchenden Kamera, die kaum weiß, was und wo sie suchen soll. Sie verzichten weitgehend auf den Versuch einer dramatischen Darstellung, was ebenso wie die eher sachliche Stimme der Erzählerin die brutale Aussage des Films verstärkt. Die Inszenierung nutzt „Lost Places“ so geschickt als Bildhintergründe, die zeigen, wie Krieg unsere Lebenswelt zerstört, dass die Einblendungen des Kanal13 aus dem tatsächlichen Kriegsgebiet fast überflüssig werden. Perspektiven, Schnitte, Ausblendungen von Menschen … Es ließen sich noch viele filmische Mittel aufzählen, die zum Gelingen dieses Werks beitragen.

Die Filmgruppe des Berufskollegs Gestaltung und Technik aus Aachen erhält den Preis von DOK.education.

Unsere Welt Depression

In Eigenregie hat die neugegründete Projektgruppe "Unsere Welt" Interviews geführt um über herausfordernde Lebensituationen zu berichten. So ist dieser Film entstannden, der die Sicht und das Erleben einer Depression aus der Sicht eines betroffenen Schülers erzählt. Die Erzählungen des Schülers werden durch Zeichnungen veranschaulicht.

Strich für Strich lernen wir eine Person kennen, ihre innersten Gefühle und Ängste in einer Zeit, in der alles aussichtslos scheint. Getragen wird der Film vom authentisch geführten Interview, welches die Balance zwischen Nähe zum Protagonisten und beobachtender Distanz zur Krankheit Depression hält. Ein gutes Interview ist schon viel wert. Aber wenn uns dann noch die passenden Bilder helfen, das Gesprochene nicht nur zu verstehen, sondern zu begreifen, entsteht ein Film, der gleichzeitig berührt und uns etwas beibringt. Depression ist kein Nischenthema, sondern eine Krankheit, von der 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Umso schlimmer, dass es immer noch ein Tabuthema ist. Gerade deswegen ist dieser Film so wichtig, denn er illustriert nicht nur, wie es ist, mit dieser Krankheit durchs Leben zu gehen, sondern er zeigt auch auf, dass es einen Ausweg gibt. Wir danken sowohl dem Protagonisten als auch der Filmgruppe für ihren offenen und mutigen Film, der Pflichtprogramm an jeder Schule werden sollte.

Der Film „Unsere Welt Depression“ von der Don-Bosco-Berufsschule aus Würzburg erhält den Preis des Verbandes Sonderpädagogik e.V.

HerStory

In dem Film HerStory, der in Griechenland spielt, wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die Opfer einer Vergewaltigung wird. Das patriarchalische Polizeirevier verweigert die Verantwortung des Täters und lässt sie hilflos zurück. Sie durchlebt verschiedene Phasen, darunter auch Depressionen, die größtenteils dem Trauermodell nach Elisabeth Kübler-Ross (Psychiaterin und Sterbeforscherin) entsprechen. Zuletzt findet sie ohne Unterstützung der zuständigen Institutionen zurück zur innerer Stärke.
Empfohlenes Mindestalter zum Zuschauen: 14 Jahre

Zu Beginn des Films sitzt ein junges Mädchen bei der Polizei. Der Raum ist ruhig, fast nüchtern. Doch die Fragen, die gestellt werden, verunsichern sie zunehmend. War sie allein? Was hatte sie an? Fragen, die eigentlich der Aufklärung dienen sollten, schaffen eine Atmosphäre, in der sich das Opfer rechtfertigen muss.

Der Film springt zurück in die Nacht zuvor. Die Kamera wackelt, verfolgt unsichere, schnelle Schritte. Man spürt förmlich die Angst und Orientierungslosigkeit der jungen Frau.

Sie versucht, das Geschehene zu verleugnen. Vor dem Spiegel wischt sie hastig den Lippenstift ab, will sich selbst überzeugen, dass nichts passiert sei. Eine Freundin ruft sie an, doch sie reagiert gereizt und abweisend. Überschriften zeigen uns die Phasen ihres Rückzugs. Erst später kann sie einer Freundin berichten, was passiert ist, und das macht ihr Mut. Am Ende kehrt der Film zur Anfangsszene zurück. Wieder sitzt sie bei der Polizei, doch diesmal ist sie nicht allein. Neben ihr sitzt eine Frau, die sie unterstützt. Auch ihre Haltung hat sich verändert.

Für die sensible und zugleich klare filmische Umsetzung dieses schwierigen Themas erhält die Filmgruppe der Deutschen Schule Thessaloniki den Preis des Bayerischen Philologenverbands.

Lilos Abenteuer

Der kleine Rabe Lilo möchte den Tieren im Wald helfen, doch seine Hilfsbereitschaft nervt sie. Als ein Sturm den Wald mit Müll überzieht, arbeiten Lilo und die Eule zusammen, um den Wald zu säubern und die Tiere zu warnen.

Mitten im Wald, Vogelgezwitscher, emsiges Treiben. Lilo, ein kleiner Rabe, ist sehr traurig, denn eigentlich möchte er allen Tieren helfen. Doch ohne Erfolg. Denn seine Hilfsbereitschaft stößt auf Ablehnung. Mehr noch, die anderen Tiere reagieren genervt…

Die Fabel nimmt Fahrt auf: Erst gilt es zusammen mit einer Eule einen Sturm zu trotzen, der von Menschen verursachten Müll herumwirbelt. Dann soll ein Kuckuck umerzogen werden, um ein eigenes Nest für seine Brut zu bauen. Ein Adler erhält Körner und wird schließlich Gastgeber für ein fröhliches Fest. Als Schlusspointe soll auch der Mensch belehrt werden. Dass Tiere sprechen können, ist nur ein Kennzeichen für eine Fabel. Die pädagogische Absicht ist von Anfang an erkennbar: Hilfsbereitschaft ist wichtig. Die Erkenntnis führt zu Wohlbefinden und Freundschaften!

Der Legetrickfilm zeichnet sich durch herausragend gestaltete Tierfiguren aus: Die einzelnen Vögel sind mit Charakter und Seele ausgestattet. Die Lebhaftigkeit wird auch durch verschiedene Ansichten und Größen erreicht.

Der Filmgruppe der Grundschule Nördlingen Mitte gelingt es uns Zuschauer in die Tierwelt des Waldes mitzunehmen. Kamera und Schnitttechnik und vor allem auch der Ton - Sprecher und Geräusche - werden souverän eingesetzt. Auch das Drehbuch, welches gekonnte Übergänge zu den einzelnen Episoden schafft, überzeugt und zeigt ein Können, das eines Preises würdig ist.

Der Film „Lilos Abenteuer“ der Grundschule Nördlingen Mitte erhält den Förderpreis des Unterfränkischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands.

Failed connection

Mehdi braucht Hilfe bei einer Klassenarbeit, sein Freund Jawad unterstützt ihn per Handy. Doch plötzlich gibt es einen Stromausfall und auch der Empfang ist weg - was tun? In Failed Connection nutzen die beiden Re-Use auf erfinderische und praktische Weise um ihr Problem zu lösen. Entstanden im Zusammenhang des Wettbewerbes Upcycle und Re-Use der Berliner Stadtreinigung (BSR)

Schon wieder eine blöde Klassenarbeit, dann auch noch in Mathe und schon wieder nichts gelernt. Aber kein Problem für unseren Protagonisten. Sein Kumpel hat ja zum Glück die Lösungen und kann per Handy weiterhelfen. Doch plötzlich bricht die Verbindung ab, und das Handy ist auf einmal so hilfreich wie ein Backstein. Was ein Glück, dass noch ein altes Dosentelefon im Schrank bereit liegt. Kurzerhand wird eine neue Verbindung aufgebaut und die Note ist gerettet. Der Film überzeugt die Jury durch seine passende Erzählgeschwindigkeit. Dem Kennenlernen der Protagonisten wird zunächst Raum gelassen, mit steigender Spannung nimmt aber auch die Schnittgeschwindigkeit zu. Die Filmgruppe versteht sich auf die Grundlagen des Filmens, löst die Geschichte in kreative Einstellungen auf und schafft es somit uns in diese spannende Handlung zu saugen. Für die Zukunft wünschten wir uns noch einen sichereren Umgang mit Licht und Schärfe. Das frische und authentische Spiel vor der Kamera hat die Jury überzeugt.

Der Film Failed Connection der Alfred-Nobel-Schule Berlin erhält den Förderpreis des Verbands der Lehrkräfte an Beruflichen Schulen in Bayern e.V.

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